Wer war Divico

Häuptling der Tiguriner

Divico war Häuptling der Tiguriner und Heerführer der Helvetier beim Feldzug in den Jahren 110 bis 101 vor Christus, als man zusammen mit den germanischen Stämmen der Zimbern, Ambronen und Teutonen Südfrankreich erobern wollte. Im ersten Feldzug 107 v. Chr. besiegten gemäss Cäsar die Tiguriner unter Divico die Römer unter Lucius Cassius Longinus in der Schlacht bei Agen.

58 v. Chr. führte Divico in hohem Alter als Nachfolger des Orgetorix die Helvetier nach Genf, wo Gaius Julius Cäsar sie zum Ausweichen nach Norden zwang. Nach einem römischen Überfall an der Saône führte Divico die Gesandtschaft an, die mit Cäsar verhandelte. Cäsar überlieferte aus diesen Verhandlungen den Satz, dass die Helvetier keine Geiseln stellten, sondern gewohnt seien, solche zu nehmen, wie die Römer ja aus eigener Erfahrung wüssten. Mit diesem Bezug auf die Niederlage der Römer gegen die Tiguriner liess Divico die Verhandlungen scheitern, in denen Cäsar den Helvetiern gegen Stellung von Geiseln und Schadensersatzleistungen für angerichtete Plünderungen und Verwüstungen Friedensschluss angeboten hatte. Kurz darauf wurden die Helvetier in der Schlacht von Bibracte vernichtend geschlagen; die Überlebenden zwang Caesar, in ihre Heimat zurückzukehren und ihre Dörfer wieder aufzubauen. Trotzdem gilt Divico als einer der grössten Militärführer aller Zeiten.